Devot

„Devot“ ist das Gegenteil von „Dominanz“.
Der Begriff „devot“ stammt vom lateinischen „devovere“ ab. Damit bezeichnet man das ergebene, demütige und unterwürfige Verhalten eines Individuums gegenüber einem Anderen.

„Devot“ beinhaltet allerdings gleich mehrere Bedeutungen.
Einerseits beschreibt man damit „weihen“ beziehungsweise „heiligen“. Andererseits bedeutet es auch „verwünschen“.
Der heutigen Verwendung kommt allerdings die Übersetzung „hingeben“ am Nächsten.

Das bekannteste Beispiel für „devot“ aus der römischen Geschichte ist Decius Mus.
Um die sichere Niederlage einer Schlacht abzuwenden, die den Römern verlorenzugehen schien, devovierte er sich selbst.
Bei dem Ritual half ihm allerdings ein Priester.
Danach stürzte sich Decius in die Reihen der Feinde. Er fiel und führte auf diese Weise den Sieg herbei.

Im BDSM-Bereich ist die Bezeichnung „devot“ sexuell konnotiert.
Hier bezeichnet man jene Personen als „devot“, die sich anderen zur eigenen Luststeigerung unterwerfen und sich freiwillig durch die Anwendung psychischer oder physischer Methoden dominieren lassen.
Im Vorfeld werden dabei häufig schon die Regeln festgelegt, in deren Grenzen der „Devote“ die Abgabe von Kontrolle als erotische Stimulanz empfindet.

Die katholische Kirche benutzte im 15. Jahrhundert den Ausdruck „devot“ für fromme und andächtige Christen, welche gelobten, ihr Leben dem Glauben zu vermachen. Sie sollten einen Gegenpol zum Humanismus und der beginndenden Aufklärung darstellen. So wollte man dem zunehmenden Machtverlust der Kirche entgegenwirken.

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