Papageienschaukel

Die „Papageienschaukel“ wird auch „Bogerschaukel“ genannt und bezeichnet eine Foltermethode.

Der Begriff „Papageienschaukel“ stammt aus Brasilien, wo man ihn unter dem Ausdruck „pau de arara“ kennt.
Der Ausdruck bezieht auf die Trapezstange im Papageienkäfig, welche den einzigen Halt für den Vogel darstellt. Verliert der Vogel jedoch das Gleichgewicht, hängt er kopfüber an der Stange.

Daher wird bei der „Papageienschaukel“ das Opfer auch mit den Kniekehlen kopfüber an einer Stange aufgehängt. Zudem werden die Handgelenke an die Fußgelenke oder die Stange gefesselt.
Durch das Körpergewicht entsteht hierdurch ein punktueller Druck auf die Unterschenkel. Dieser führt nach kurzer Zeit zu starken Schmerzen.

Im Konzentrationslager Auschwitz hieß eine Foltermethode „Bogerschaukel“. Man wendete diese bei Verhören an. Benannt wurde sie nach ihrem dortigen Erfinder und Leiter der politischen Abteilung Wilhelm Boger.
Boger bezeichnete die „Schaukel“ als Sprechmaschine.
Während der Verhöre schlug man dort die Gefesselten mit einem Ochsenziemer oder Stock auf Rücken und Nieren sowie Geschlechtsteile.
Diese Tortur überlebten viele „KZ“-Häftlinge nicht.

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