Potenzmittel

Männer sind wie Wein. Mit zunehmendem Alter werden sie besser. Leider können das nur die wenigsten Männer über 40 von sich behaupten, denn der Zahn der Zeit wirkt sich nicht nur auf die grauen Schläfen oder interessanten Lachfältchen der Augenpartie aus. Auch die empfindlichste Stelle ist davon betroffen. Was noch vor fünf Jahren als sportliche Betätigung angesehen werden konnte im Sinne von Leistungssport in den dreißiger Jahren und Hochleistungssport in den Jahren davor, läßt nun deutliche Ermüdungserscheinungen in Erscheinung treten, die sich oftmals sehr negativ auf die Partnerschaft auswirken. Dann greift Mann in seiner ersten Verlegenheit auf handelsübliche Potenzmittel zurück, die zum Teil frei verkäuflich in der Apotheke als Phytotherapeutikum angeboten werden. Viele Erotikshops haben sich ebenfalls auf den Vertrieb potenzsteigernder Hilfsmittel, wie Ringe, Pumpen und ähnliches Material spezialisiert.

Sogar die Lebensmittelindustrie bietet Potenzmittel in Form von stimulierenden Nahrungsergänzungsmitteln an. Interessant sind auch die Kochsendungen, die ihre Kunden mit einer Vielfalt von Rezeptbüchern, die mit Titeln wie erotisch kochen, Kochen für die Sinne und allerlei Versprechungen dieser Art, zum Kauf verlocken. Doch wirklich wirksame Potenzmittel sind normalerweise ausschließlich rezeptpflichtig. Das bedeutet das der geplagte Mann einen Termin bei seinem Urologen vereinbaren muß, damit der ihn nach eingehender Untersuchung mit einer Therapie versorgen kann.

Diese Therapie, die dazu dienen soll, die Libido mittels eines Potenzmittels wieder herzustellen kann sich wie folgt gestalten: Die Ursache der Erektionsstörung muß gefunden werden, denn sowohl psychische als auch physische Defekte können hier das Übel verursacht haben, das die Lebensqualität so stark mindert. Sind für die fehlende Sexualfunktion seelische Ursachen verantwortlich, wie zum Beispiel Probleme in der Partnerschaft, die durch die nachlassende Potenz larviert werden oder der Verlust des Arbeitsplatzes, mangelnde Anerkennung allgemein, dann kann das passende Potenzmittel in Form einer Partnerschaftstherapie beziehungsweise allgemeinen Psychotherapie wahre Wunder vollbringen.

Doch auch hormonelle Umstellungen wie sie bei Frauen in der Menopause auftreten, sind bei Männern ebenfalls vorhanden. Diese Umstellungsphase gehört nun mal zum Alterungsprozeß. Das bedeutet, daß hier keine Erkrankung die Fähigkeit zur körperlichen Liebe hemmt, sondern daß die Natur die körperlichen Funktionen reduziert. Hier kann nur Geduld und Flexibilität im Liebesspiel das Problem lösen. Allerdings können auch Erkrankungen für das Nachlassen der Potenz verantwortlich sein. Zum Beispiel führt Rauchen zu einer Gefäßverengung besser als Arteriosklerose bekannt, die auch die Gefäße um die Schwellkörper befällt. Dann kann nicht mehr genügend Blut hereingepumpt werden – die Folge davon ist bekannt. Dazu gehört übrigens auch der übermäßige Verzehr von Fleisch insbesondere Schweinefleisch. Also ist eine gesunde Lebensführung mit ausgewogener Ernährung, dem Verzicht auf Nikotin und Alkohol eines der besten Mittel, das noch dazu kostenlos ist. Chemische Medikamente wie die kleinen blauen Pillen haben sich zur Steigerung des Lustempfindens ebenfalls bewährt – Blutdruckerhöhung – besonders bei Störungen der Standfestigkeit mangels Ausdauer.

Kommentare

Haben Sie etwas zu sagen?




*